📌 Quelle: Textio Gender Bias Study 2023
Warum genderneutrale Sprache in Stellenanzeigen kein Nice-to-have mehr ist
Jeder zweite Bewerberin spürt es beim Lesen: Diese Stelle ist nichts für mich. Woran das liegt? An Sprache, die ausschließt statt einlädt. Laut der Textio Gender Bias Study 2023 enthalten 70 % aller Stellenanzeigen unbeabsichtigt gender-biased Formulierungen. Das bedeutet: Sie wirken auf ein Geschlecht attraktiver – und schrecken das andere ab.
Typische Beispiele? Begriffe wie „durchsetzungsstark“ oder „dominant“ sprechen eher Männer an. Wörter wie „empathisch“ oder „kommunikativ“ wirken eher auf Frauen. Wer so schreibt, reduziert nicht nur die Vielfalt im Bewerbungsprozess, sondern vergibt enormes Potenzial: Diverse Teams sind nachweislich kreativer, innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher.
Recruiting beginnt bei der Sprache. Wer gezielt auf genderneutrale Formulierungen achtet, verbessert nicht nur das Employer Branding, sondern steigert auch die Qualität und Passgenauigkeit der Bewerbungen. Moderne Textanalyse-Tools wie Textio oder Augmented Writing Software helfen dabei, unbewusste Biases aufzudecken – bevor sie zur Recruiting-Bremse werden.
Übrigens: Gender-Bias in Stellenanzeigen ist kein rein sprachliches Problem, sondern Ausdruck einer Unternehmenskultur. Deshalb lohnt es sich, das Thema ganzheitlich anzugehen – von der Anzeige über das Vorstellungsgespräch bis zur internen Kommunikation.
Fakt ist: Wer vielfältig sucht, wird vielfältig finden. Sprache entscheidet mit – täglich.